Ein Bauch voll Bilder - Stefan Skiba 2009 - 2011

11/11/2011 bis 10/12/2011

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-13 Uhr & Mo-Fr 16-20 Uhr

10.11.2011 um 19:30 Uhr | in allen Räumen

PlakatWeissweb

"Ein Bauch voll Bilder"
Stefan Skiba 2009 - 2011
„Wie würden Sie die Sterne ordnen? Die großen nach oben, die kleinen nach unten? - Nein, dem kann ich nicht zustimmen, die kleinen sind es, die nach oben gehören - die großen Sterne sollten unten leuchten! - Sie sagen: Die hellen
nach links - die dunklen nach rechts? - Ja, warum eigentlich nicht. - Sie möchten mit Sternen Buchstaben formen, Sie wollen weiter noch, die Buchstaben zu Worten gruppiere - dann frage ich Sie - aus den Worten - welchen Satz, welchen Satz, welchen Satz werden Sie daraus bilden?"

Sie begrüßt: Lothar Bührmann, künstlerischer Leiter, Villa Ichon
Es sprechen: Dr. Alexander Ruschitschka, Kritiker
Stefan Skiba, Künstler
Eröffnung am Donnertsag, den 10. November 2011 um 19:30 Uhr
Ausstellung vom 11. November bis 10. Dezember 2011
Führungen mit Stefan Skiba: T 0172 600 26 41

Über Bilder
Impuls zu Zeichnung oder Bild ist mir etwas intuitiv Wahrgenommenes - gleichgültig ob Vorstellung oder tatsächliche Begebenheit - etwas, das mich betrifft. Es kann ein Streit sein, zum Beispiel - oder Freundschaft. Mit Intuition meine ich diese sehr leise innere Stimme, die zu beachten Übung, Ruhe und Geduld erfordert. Selten ist sie unüberhörbar. Je dringender mein Bedürfnis zu Beginn der Arbeit ist, Ihnen Wahrgenommenes mitzuteilen und je intensiver die Gefühle sind, die ich mit der Wahrnehmung verbinde, desto besser gelingt es mir, einen angemessenen Ausdruck zu treffen, desto besser harmonieren Komposition und Zeichenkomplex.
Wie sich das Wesentliche ausdrücken wird, weiß ich am Anfang nicht. Die Arbeit besteht darin, es zu suchen. Was wird sich am Ende zeigen - was verborgen bleiben?
Während sich mal eine helle Form zur dunklen öffnet, dann wieder eine dunkle Form zur hellen, während Verhältnisse von Farbvolumen, Formen und Linien (bildnerische Mittel) verhandeln um gestalterische Klarheit (Komposition) und inhaltliche Eindeutigkeit (Zeichenkomplex) zum Ausdruck zu führen habe ich selbst einen von Erfahrung bestimmten Reifegrad, hat mein Dasein eine bestimmte Struktur.
Gibt es nach Tagen und Wochen der Verhandlung kein „weniger" und kein „mehr" ist meine Arbeit getan. Jetzt zeigt sich Ihnen Zweierlei:
1. Das bewusst angelegte, ausbalancierte Verhältnis von Komposition und Thema, das Wesentliche meiner Wahrnehmung, der eigentliche Ausdruck.
2. Die durch Spannungen, Kräfteverhältnisse und Gewichte unbewusst offen gelegte Struktur meines Seins zum Zeitpunkt der Fertigstellung. Im Moment des Betrachtens, im Anblick, teilen wir manche Erfahrungen, andere nicht. Sie werden gemeinsam Vertrautes um persönliche Eindrücke bereichern. Etwas vervollständigt sich. Ein neues Bild. Ihr Bild.