„Heine - Ein Denkmal mit 4 Seiten“

07/11/2014 bis 14/12/2014

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-13 Uhr & Mo-Fr 16-20 Uhr

07.11.2014 um 20:15 Uhr | Raum 2 im Kaminsaal der Villa Ichon

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Bestandsaufnahmen von Hannes Stütz und seiner Kamera

Noch bis zum 14. 12. 2014 im Kaminsaal im Erdgeschoss 

Ausstellungsdauer: 7.11.2014 - 14.12.2014

Im Letzten Jahr gab es von dem Künstler die Fotosammlung „Denk mal im Walldenkmal." In diesem Winter Halbjahr gibt es vom selben Fotografen die Fotodokumentation über die Reliefdarstellungen des Heine-Denkmals, deren vergrößerte Fotos im Kaminsaal der Villa Ichon aufgehängt sein werden.

Der Bildhauer Waldemar Grzimek hat das Heine Denkmal geschaffen.

Das Kunstwerk steht seit 2010 in Bremen zwischen Altenwall, Kunsthalle und in symbiotischer Nachbarschaft zur Villa Ichon. Das sitzende Abbild Heines steht auf einem Sockel und ist insgesamt 3,22 Meter hoch. Um den Sockel läuft ein Reliefband mit Szenen aus Krieg und Frieden. Diese hat Hannes Stütz von allen vier Seiten mit Licht gemalt. In den Abendstunden.

Zur Ausstellung gibt es einen kleinen, aber feinen Foto Katalog von Hannes Stütz. Im neuen Heine Bildband befindet sich ein Textauszug vom Künstler, der vielen auch als Autor und Dichter bekannt ist.

„Das Heine Denkmal entstand als Auftrag des Magistrats Berlin-Ost in der ersten Hälfte der 1950er Jahre. Wie „revolutionär" das war, lässt sich evtl. daran ermessen, dass es in Heines Geburtsstadt Düsseldorf geschlagene 20 Jahre dauern musste, bis sich dort 1988 (!) der Name der Heinrich-Heine-Universität durchsetzen konnte.

Das Denkmal fand dann damals im Ostteil von Berlin nicht den ursprünglich vorgesehenen zentralen Platz - was den Bildhauer sehr geärgert haben muss. Man „bildhauert" bei Stadtraum ja nicht nur in die Luft, sondern auch in eine bestimmte Umgebung. Zuvor hatte er schon 1953 im nahen Ludwigsfelde eine kleinere Vorversion aufstellen lassen. Bestimmt hat er drei Jahre an dem Denkmal gearbeitet.

Es steht jetzt wieder ungefähr am ursprünglich vorgesehenen Platz in Berlin bei der Humboldt-Uni - in einem zweiten Guss, weil die Anwohner des Weinbergparks i h r Denkmal, wo es seit den 1950ern als eigentlich da nicht so vorgesehen stand, nicht mehr hergeben wollten.

1984 ist Waldemar Grzimek im Alter von nur 66 Jahren gestorben. Seinen Nachlass hat er dem Gerhard-Marcks-Haus in Bremen vermacht. Bremer Bürger mit Sinn für Kunst und Geschichte haben eine dritte Realisation dieses Werkes möglich gemacht. Es gebührt ihnen großer Dank von uns allen - auch angesichts der nicht immer einfachen Umstände.

So steht jetzt in Bremen zwischen Altenwall, Kunsthalle und in Sichtweite der Villa Ichon Grzimeks Heine Denkmal - es schlägt einen Bogen über deutsche Geschichte von 1848 fast bis heute und ist selbst schon ein Teil davon. Geformt von einem großen Künstler.
Es wäre zu schön, wenn im Laufe der Jahre viele Bremer wüssten, wo i h r Heine-Denkmal steht." (Hannes Stütz)