NATURE MORTE

27/02/2009 bis 28/03/2009

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11-13 Uhr & Mo-Fr 16-20 Uhr

26.02.2009 um 19:30 Uhr

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Der vielfach ausgezeichnete Maler Matthias Holländer zeigt vom 27. Februar bis zum 28. März 2009 Fotografien aus seiner Serie NATURE MORTE in der Villa Ichon in Bremen. Ausstellungseröffnung am Donnerstag, den 26. Febraur 2009 um 19:30 Uhr. Begrüßung: Lothar Bührmann (künstlerischer Leiter der Villa Ichon) Eröffnungsrede: Dr. Rainer Beßling

  Der Künstler umkreist in dieser Ausstellung Motive aus dem Naturhistorischen Museum Wien und dem medizinhistorischen Museum „Josephinum“, ebenfalls in Wien sowie der „Galérie d’Anatomie Compareé“ in Paris. Der Titel NATURE MORTE, französisch für „Stillleben“, zitiert einen Begriff aus der niederländischen Barock-Malerei, der als „still leven“ (niederld.: „still“ = unbewegt, „leven“ = Dasein) zum ersten Mal um etwa 1650 mit der entsprechenden Vergänglichkeitsrhetorik auftauchte. Holländer hat diese Motivreihen langjährig verfolgt und auch in mehreren Gemälden verarbeitet.

Diese Schau gibt Einblicke in das fotografische Paralleluniversum des Malers Holländer. Unübersehbar stehen diese vom Künstler selbst produzierten, meist schwarz-weissen, digitalen Fine Art Prints aus den Jahren 2007/08 im Bann eines analytischen zeichnerischen und malerischen Blicks.

Matthias Holländer ‚erforscht’ seit 1979 leidenschaftlich naturhistorische Museen und Sammlungen mit der Kamera. Viele seiner Gemälde verdanken sich solchen Expeditionen in diese frühen Inventare einer ersten globalen Bestandsaufnahmen der Schöpfung.

In den selbst bereits vergehenden Tempeln dieser Reliquien einer vergangenen Natur betrachtet der Künstler die Präparate nicht nur als Repräsentanten ihrer Art und Gattung. Hinter der Sammlungsästhetik und Präsentation der Geschichte unseres Herrschaftswissens entdeckt er sie als der Zeitlichkeit preisgegebene Einzelschicksale.

www.matthias-hollaender.de